“James Webb”-Teleskop zeigt erste Bilder des frühen Universums | DW

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Das erste Farbbild des “James Webb”-Teleskops der NASA wurde am Montag, dem 11. Juli, veröffentlicht. Es ermöglicht einen ersten Blick auf das frühe Universum.

US-Präsident Joe Biden präsentierte das Bild bei einer per Live-Stream übertragenen Auftakt-Veranstaltung im Weißen Haus.

Weitere Farbbilder sollen am heutigen Dienstag um 16:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit veröffentlicht werden. Die Veröffentlichungen können über einen Livestream auf der Website der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) verfolgt werden. Die DW berichtet kontinuierlich über das Ereignis. 

Tiefesten Aufnahmen des Universums

Die Bilder sind die tiefsten Aufnahmen des Universums, die jemals gemacht wurden und stellen eine erste Reihe wissenschaftlicher Bilder dar, die seit der Inbetriebnahme des Teleskops aufgenommen wurden.

Unter den Fotos sind der Carina-Nebel und der Südliche Ringnebel, zwei riesige interstellare Wolken, die Sterne bilden, sowie zwei Galaxiencluster namens SMACS 0723 und Stephan‘s Quintett.

Das Hubble Teleskop hat faszinierende Bilder des Universums eingefangen, wie die “Lagoon Nebula”

“Von den tiefsten Bildern unseres Universums, die jemals gemacht wurden, bis hin zu stellaren Lebenszyklen, interagierenden Galaxien und Einblicken in Exoplaneten, wird Webb uns mit einer Vielzahl von Themen begeistern”, erklärte die ESA in einer Pressemitteilung. 

Wie funktioniert das Teleskop?

Das James-Webb-Weltraumteleskop ist nach Hubble das nächste große Observatorium für die Weltraumforschung. Es soll Antworten auf offene Fragen zum Universum geben und bahnbrechende Entdeckungen in allen Bereichen der Astronomie machen.

Das Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA und der europäischen und kanadischen Raumfahrtagenturen, ESA, CSA, startete im Dezember 2021.

Das Teleskop verwendet Infrarot-Wärmebildkameras, um Teile des elektromagnetischen Spektrums zu erfassen, die für das bloße Auge unsichtbar sind. Infrarot ermöglicht es den Astronomen, durch Staubwolken hindurchzusehen, die sonst die Sicht versperren würden.

Babyfotos vom Universum

Das 1990 in Betrieb genommene Hubble-Weltraumteleskop hat bereits atemberaubende Aufnahmen des uns umgebenden Universums geliefert, von nahen Planeten wie Jupiter bis hin zu “Lagoon Nebula”, riesigen Wolken aus Gas und Staub. 

Doch die Bilder haben mehr als nur ästhetischen Wert. Die Bilder von Hubble haben entscheidend dazu beigetragen, dass Wissenschaftler verstehen, wie Planeten, Sterne und Galaxien entstehen. Sie haben auch dazu beigetragen, die Geburt des Universums – vor etwa 13,8 Milliarden Jahren – genauer zu bestimmen. 

Hubble ist immer noch in Betrieb, aber die neuen technologischen Fortschritte, die in das James Webb Space Telescope eingeflossen sind, werden das Wissen der Welt über das Universum weiter vertiefen.

“Webb” wird uns noch mehr über die Ursprünge des Universums erzählen, über die Entstehung der Sterne und Planeten bis hin zur Geburt der ersten Galaxien im frühen Universum.

Ein Blick zurück 

Licht, das von weit entfernten Objekten ausgestrahlt wird, braucht lange Zeit, um die Erde zu erreichen. Pro Sekunde legt das Licht 300.000 Kilometer zurück. Das ist extrem schnell. Aber der Weltraum ist groß, sehr groß. Für das Licht kann es deshalb sehr lange dauern, bis es auf der Erde ankommt.

Die Sonne ist zum Beispiel circa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Es dauert etwa acht Minuten, bis das Licht von unserer Sonne zu uns gelangt.

Die Objekte, die Webb sehen kann, sind viele tausend Lichtjahre entfernt. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, das sind etwa 9,5 Billionen Kilometer.

“Webb” wird u.a. Fotos vom Exoplaneten WASP-96 zeigen, der 1.150 Lichtjahre entfernt ist. Das bedeutet, dass das Licht 1.150 Jahre gebraucht hat, um zu uns zu gelangen. Wir sehen den Planeten tatsächlich so wie er vor 1.150 Jahren war.

Das bedeutet, je weiter ein Objekt entfernt ist, desto weiter zurück können wir in der Geschichte des Universums gehen. 

“Webb” wird auch Bilder von “Stephan’s Quintett” zeigen, das etwa 290 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Das bedeutet, dass wir die Galaxie so sehen werden, wie sie vor 290 Millionen Jahren war, zu einer Zeit, in der alle Kontinente der Erde zum Superkontinent “Pangea” verschmolzen waren und das Land von Vorfahren der Reptilien und Vögel beherrscht wurde.

Mit einem ausreichend großen Teleskop ist es möglich, zwölf Milliarden Lichtjahre entfernte Objekte, wie den Quasar APM 08279+5255, zu sehen. Allerdings sind diese Objekte derzeit nur als ein Punkt am Himmel sichtbar.

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    Weltraum-Auge

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    Happy Face

    Hubble hat den Astronomen jedenfalls viel Freude geschenkt, so wie diesen Schnappschuss, ein Smiley im Weltall. Entstanden durch – vereinfacht gesagt – verbogenes Licht.

    Autorin/Autor: Judith Hartl

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