Wenn einen der Hitzschlag trifft, kann das tödlich enden | DW

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Kleine Kinder sind extrem gefährdet, an einem Hitzschlag zu sterben, denn ihr Körper besitzt noch nicht so viele Schweißdrüsen wie der Körper eines Erwachsenen. Der zählt durchschnittlich zwischen 150 und 350 Schweißdrüsen pro Quadratzentimeter. Und die sind unter anderem dafür zuständig, unseren Körper zu kühlen. Die Anzahl ist abhängig von der jeweiligen Körperregion. Handinnenflächen und Fußsohlen haben mit etwa 360 bis 370 den höchsten Anteil. 

Im Auto kann es zu gefährlich hohen Temperaturen kommen 

Bei einer Außentemperatur von etwa 32 Grad Celsius klettert das Thermometer im Innenraum eines Autos nach 30 Minuten auf etwa 48 Grad, nach 60 Minuten auf 58 Grad. Das ist lebensgefährlich, denn unser Körper muss in der Lage sein, die Körpertemperatur von 37 Grad zu halten. Bei einem Hitzschlag liegt sie bei etwa 40 Grad. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann zum Hitzetod führen. 

Auch für ältere Menschen ist es gefährlich, wenn sie extremer Hitze ausgesetzt sind. Häufig leiden sie unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei großer Hitze muss das Herz sehr viel mehr und stärker arbeiten als bei durchschnittlichen Temperaturen. Nach einer Herzoperation oder wenn die Gefäße geschädigt sind, laufen Ältere also eher Gefahr einen Hitzschlag zu erleiden.  

Kein Sport bei extremer Hitze

Auch Menschen ohne Vorerkrankungen oder solche, die normalerweise selten unter extremen Temperaturen leiden, sind nicht vor einem Hitzschlag gefeit. Treiben sie beispielsweise bei großer Hitze extremen Sport und überschreiten dabei ihr Limit, ist es nicht verwunderlich, wenn der Körper irgendwann aufgibt und einen Hitzschlag erleidet. Das gleiche gilt für Menschen, die in der Hitze schwer körperlich arbeiten müssen und der prallen Sonne ausgesetzt sind wie etwa Menschen im Straßenbau. 

Bei starker Hitze wird unsere Haut stärker durchblutet und unser Körper versucht, sich über die Haut und über das Blut abzukühlen. Wir beginnen zu schwitzen. Die Schweißperlen auf unserer Haut verdunsten und bringen so zumindest ein bisschen Abkühlung für den Körper. Bei extremer Hitze kann es aber passieren, dass unser natürlicher Temperaturausgleich versagt. Täglich verlieren wir so zwischen einem halben bis mehreren Litern Flüssigkeit – 99 Prozent davon sind Wasser.

Die ekkrine Schweißdrüse ist fürs Schwitzen verantwortlich

Schwitzen ist lebenswichtig 

Für die Regulation des menschlichen Wärmehaushaltes sind die sogenannten ekkrinen Schweißdrüsen verantwortlich. Es gibt sie vor allem unter den Achseln und an den Handinnenflächen, aber auch auf der Stirn. Sie haben einen Durchmesser von knapp 0,4 Millimetern.

Unser Körper hat insgesamt zwischen zwei und vier Millionen dieser winzigen ekkrinen Schweißdrüsen. Produziert wird der Schweiß im Drüsenendstück, das ähnlich aussieht wie ein Wollknäuel. Über einen Ausführungskanal wird der Schweiß an die Haut abgegeben. Dort verteilt sich die Flüssigkeit dann in Form von winzigen Schweißperlen. Solange das alles funktioniert, kommt unser Körper alleine klar. Wenn er aber nicht mehr in der Lage ist, sein eigenes Kühlsystem zu nutzen, kann das äußerst gefährlich werden, etwa bei einem Sonnenstich. 

Es ist wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren 

Bei einem Sonnenstich ist der Kopf überhitzt, da er vermutlich zu lange und zu intensiv starker Sonne und damit auch hohen Temperaturen ausgesetzt war. Kopfschmerzen sind meist ein erstes Anzeichen für einen Sonnenstich. Der Nacken schmerzt, die Person ist erschöpft, manchmal kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu. 

Zu diesen Symptomen kommt es, weil die Hirnhäute durch die Überhitzung gereizt sind. So kann es zu einer sogenannten aseptischen Meningitis kommen, einer Hirnhautentzündung also, die nicht von einem Bakterium verursacht wird. Der Person ist meist schwindelig, es kann zu Verwirrtheit kommen oder sogar zu Bewusstlosigkeit. Dann ist auf jeden Fall ein Arzt gefragt. 

Zunächst einmal sollten Betroffene bei einem Sonnenstich sofort in eine kühle Umgebung gebracht werden und auf den Rücken gelegt werden, damit sie sich so möglichst schnell erholen können. Dabei werden Kopf und Oberkörper hochgelagert. Kalte, feuchte Tücher können helfen, Körperareale, wie etwa den Nacken, zu kühlen. Außerdem sollten die Betroffenen viel trinken, um den Wasserhaushalt wieder auf ein normales Niveau zu bringen. 

Viel trinken ist das A und O bei Hitze

Ein Hitzschlag ist ein Supergau für den Körper

Schlimmer noch als ein Sonnenstich ist ein Hitzschlag. Dabei steigt die innere Temperatur auf bis zu 40 Grad Celsius.  Die Lage wird dann äußerst ernst, denn es komm neben starkem Schwitzen möglicherweise zu Sehstörungen und zu Atemnot. Ein Hitzschlag kann schnell lebensbedrohlich werden. Dabei kann der Körper die Hitze auf keinem Weg mehr ausreichend ausgleichen und sie nach außen abgeben. Der Puls ist erhöht, die Atmung wird schneller und der Blutdruck sinkt. Letztendlich kann es zu einer Entzündungsreaktion und im weiteren Verlauf zu ernsthaften Organschäden kommen. Wird der Patient dann nicht so schnell wie möglich behandelt, kann komplettes Organversagen die Folge sein. 

Extreme Hitze zu vermeiden ist die beste Vorbeugung 

Bei extrem hohen Temperaturen kommt unsere körpereigene Hitzeregulierung schnell an ihre Grenzen. Bei älteren Menschen kommt hinzu, dass sie oft zu wenig trinken. In der Folge kann der Körper nicht genügend Schweiß produzieren, was wiederum dazu führt, dass es für den Körper schwierig ist, sich von alleine abzukühlen.

In vielen Fällen ist es dann empfehlenswert und am sichersten, einen Arzt zu rufen. Die beste Möglichkeit einen Sonnenstich, Hitzekollaps oder gar einen Hitzschlag zu vermeiden, liegt auf der Hand: nicht zu viel Sonne tanken, sich möglichst nicht extremer Hitze aussetzen und viel trinken. 

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